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Partnerwahl und EhePaarungssiebungAllgemeines
Auch wenn in unserer Gesellschaft die freie Partnerwahl
selbstverständlich ist und sowohl durch die Menschenrechte als auch durch
das Grundgesetz Artikel 2 Absatz 1 die freie Entfaltung der Persönlichkeit,
zu der unzweifelhaft auch die Partnerwahl gehört, geschützt ist, so
bedeutet das natürlich nicht, daß man aus der
Milliardenbevölkerung der Erde völlig beliebig einen Partner
auswählen könnte.
Tatsächlich steht den meisten Menschen nur eine sehr begrenzte Menge
von Personen zur Verfügung, aus der sie ihren potentiellen Partner
auswählen können.
Diese Gruppe der potentiellen Kandidaten stellt keine Zufallsauswahl aus
der gesamten Bevölkerung dar. Um eine andere Person als Partner in Betracht
zu ziehen, muß es ein Minimum an Kontakt geben.
Allein aus diesen Gründen gibt es eine Vorauswahl der potentiellen
Partner einer Bevölkerung.
Diese Vorauswahl erfolgt meist nach soziodemographischen Merkmalen. Mit den
Menschen die in der gleichen Gegend wohnen, die gleiche Ausbildung absolvieren,
den gleichen oder ähnlichen Beruf haben und die die gleichen Hobbys haben,
hat man mehr Kontakt, als mit dem Rest der Bevölkerung.
Auch der Volksmund versucht bei der Partnerwahl weiterzuhelfen und hat das
Problem der Partnerwahl mit auf den ersten Blick doch widersprüchliche
Erfahrungen in Worte gefaßt:
- Gleich und gleich gesellt sich gern – und
- Gegensätze ziehen sich an -
Auch in der Wissenschaft ist die Partnerwahl ein oft untersuchter
Gegenstand.
Uns interessiert nun, ob es Regelhaftigkeiten in der Partnerwahl gibt und,
wenn es sie gibt, ob es aufgrund Regelhaftigkeiten in der Partnerwahl zu
Sortierung nach bestimmten sozialen, physischen oder psychischen Merkmalen in
einer Bevölkerung kommt.
Solche Sortierungsvorgänge in einer Bevölkerung werden Siebungen
genannt.
Kommt es zu solchen Siebungsprozessen aufgrund Regelhaftigkeiten in der
sexuellen Partnerwahl, so nennt man diese Paarungssiebung (assortative mating ?
random mating).
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