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Partnerwahl und Ehe

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Paarungssiebung

Weichen Mann und Frau die sich in einer sexuellen Partnerschaft, meist in Deutschland ist dies noch die Ehe und dort läßt es sich auch am leichtesten untersuchen, in gleicher Richtung vom Bevölkerungsdurchschnitt ab, so liegt positiver Partnersiebung oder Homogamie vor;
unterscheiden sie sich in der entgegengesetzten Richtung vom Bevölkerungsdurchschnitt, so spricht man von negativer Paarungssiebung oder Heterogamie.
Die Homogamie entspricht also der Gleichheitswahl, die Heterogamie dem Tauschprinzip. (Volksmund)
Statistisch läßt sich das Ausmaß der Paarungssiebung für alle quantifizierbaren Merkmale als Partnerkorrelation ermitteln. Für alle übrigen Merkmale können Häufigkeitstabellen angelegt werden, die das Häufigkeitsverhältnis der tatsächlichen zu der bei Zufall zu erwartenden Partnerschaft angeben. Chi-Quadrat-Test
Im folgenden sollen nun drei Arten der Paarungssiebung näher betrachtet werden:

somatische Paarungssiebung

d.h. die Siebung aufgrund von körperlichen Merkmalen. Da in allen menschlichen Bevölkerungen die Heterosexualität überwiegt, liegt also Heterogamie bezüglich der Geschlechtszugehörigkeit vor. Auch beziehen sich alle folgenden Ausführungen zur Paarungssiebung auf heterosexuelle Partnerschaft.
Homogamie wurde vor allem für die Größenvariation gefunden. Insbesondere für die Körpergröße und für damit zusammenhängenden Maße, wie Beinlänge, Armlänge Gewicht.
Allerdings muß man beachten, daß die Partnerkorrelation in der Körpergröße nicht linear ist, sondern eher eine Art Schrankenregel besteht.
In fast allen Partnerschaften ist der Mann größer als die Frau. Große Männer finden sich mit dem ganzen Größenspektrum der Frauen zusammen, während kleiner Männer nur mit jeweils kleineren Frauen. Die Größe des Mannes ist also eine Schranke für die Größe der Frau.
Wenn man nun eine erste Erklärung für dieses Phänomen sucht, so kann man natürlich sagen, daß sich ein Mann immer nur eine Partnerin sucht, auf die er herabblicken kann und so ein Überlegenheitsstreben des Mannes zu Ausdruck kommt.
Diese Annahme ist jedoch nicht zwingend, sondern es könnte sich auch die Einstellung der Frau niederschlagen. Dazu habe ich selber im Laufe des Entstehen dieses Referats ein paar Frauen befragt, und sie bestätigten mir, daß ein Mann für sie auf keinen Fall kleiner als sie selbst sein sollte, eher größer.
In der Literatur findet man den Erklärungsansatz, daß die Einstellung der Frau z.B. in dem Wunsch nach mit dem Aufblicken verbundenen Gefühlen oder das vermeiden einer in der sozialen Meinung negativ bewerteten Situation besteht.
Mir fällt es nun schwer, hier eine endgültige Beurteilung zu treffen, aber ich bin der Meinung, daß die Begründung für den Größenunterschied auf keinen Fall nur beim Mann gesucht werden kann, auch wenn der ein oder andere feministische Ansatz in diese Richtung geht. Dazu ist diese Homogamie zu weit verbreitet.
Bei der Paarungssiebung nach Gewicht gibt es schwankende Untersuchungsbefunde. In einigen Untersuchungen ergab sich eine stärkere Homogamie aufgrund der Partnerwahl nach Gewicht als für die Körperhöhe.
Hier treffen wir nun auf ein Problem, was auch der Volksmund erkannt hat. Das sich Ehepartner im laufe der Jahre vermeintlich oder tatsächlich immer Ähnlicher werden. Gerade das Gewicht, welches von den Köpermaßen am leichtesten beeinflußbar ist, ist für das Problem der Anähnlichung bei der Untersuchung von Paarungssiebung ein gutes Beispiel.
So hat eine Untersuchung in England 1982 unter anderem festgestellt, daß in den Fällen, in denen ein Partner dick ist, der andere in Gefahr läuft, ihm gleich zu tun. Umgekehrt würde das bedeuten, daß auch die Schlanken häufiger zusammenleben.
  
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